Das Schönste am glatten, perfektionistischen Außen sind die Stecker,
Buchsen und Flure, die uns verbinden. Der ungleiche Kampf zwischen
Perfektion und Unzulänglichkeit ist das Lebenselexir der Dienstleistungskultur.
Die Fassnachtskappe auf dem handygegrillten Hirn wandern wir mit stolz geschwellter
Brust als Milben- und Bakterienbiotop durch Gänge in unzähligen holoedrischen
Glasstein- Baukästen mit Total-Durchsicht. Norman Foster liegt falsch, wir
brauchen keine peinlichen Hochhaus-Bonsai-Gärten, sondern sollten uns an den
Natur-Macro-Dioramen jeder vorbeiziehenden Person vergnügen und auch der eigenen
unzulänglichen Intimität Raum zurückerobern. Wenn das Unaufgeräumte in kurzen
Sharon Stone-Momenten zur Schau gestellt wird, fängt der Spaß erst an. Sonst gibt
es zuviel formale Askese – an allen Gegenständen gleitet der Blick ab, rutscht
aus wie auf einem Stück Palmoliveseife und verliert sich im Öffentlichen.
Da sind barrierrefreie Haltegriffe fürs Individuelle gefragt.
Vorsicht, der Frankfurter Griff zum Äpplewoi bietet keinen Lösungsansatz!
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